26/11/2025
So kaufst du einen Gebrauchtwagen direkt aus dem Ausland (und wie carVertical dir dabei helfen kann)

Ein gebrauchtes Auto aus dem Ausland zu kaufen, verheißt gute Deals, coole Modelle und eine größere Auswahl an Marken und Ausstattungen als auf dem heimischen Markt. Ohne gute Planung und eine gründliche Inspektion des Autos kann es aber schnell zu bösen Überraschungen wie unerwarteten Kosten, rechtlichen Problemen oder Betrug kommen.
Angefangen beim Wissen über die länderspezifischen Vorschriften und lokalen Zulassungsstandards bis hin zur Überprüfung der Fahrzeughistorie und des Zustands mithilfe eines carVertical-Berichts – wenn du unsere Tipps befolgst, kannst du ein echtes Schnäppchen machen, ohne dabei zu viel zu riskieren.
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Einfuhrbestimmungen für Deutschland
Bevor du dich für den Kauf eines Importwagens entscheidest, solltest du dich über die Vorschriften für die Einfuhr von Fahrzeugen nach Deutschland informieren. Faktoren wie die Herkunft des Fahrzeugs aus einem EU- oder Nicht-EU-Land, sein Alter, der Motortyp und die Abgasnorm können sich auf die Steuern, die benötigten Papiere und die vorgeschriebenen Inspektionen auswirken.
Steuern und Abgaben
Beim Import eines Pkws fallen verschiedene Steuern und Gebühren an, die von Fall zu Fall stark variieren können – das gilt auch für Sonderregelungen. Erkundige dich daher vorher genau über die tatsächlich anfallenden Kosten. Hier ein kurzer Überblick:
- Zölle: für Pkws normalerweise 10 % (Motorräder 8 %, Lkws oder Sonderfahrzeuge (z. B. Pick-ups) je nach zulässigem Gesamtgewicht, Hubraum und Antriebstechnik) auf Fahrzeugwert zzgl. Transportkosten. Fahrzeuge, die in der EU/EFTA produziert wurden, sind vom Einfuhrzoll befreit, wenn vom Hersteller ein Ursprungsnachweis vorliegt. Diese Regel gilt auch für E-Autos und Wohnmobile.
- Einfuhrumsatzsteuer: Sie entspricht der Mehrwertsteuer von 19 % des Fahrzeugwerts, einschließlich Zoll und Transportkosten. Sie fällt bei Fahrzeugen aus der EU/EFTA nur bei Neuwagen an (< 6000 km Laufleistung oder < 6 Monate alt). Kaufst du ein Fahrzeug von einem gewerblichen Händler, ist dieser in seinem Land mehrwertsteuerpflichtig.
Benötigte Unterlagen
Für einen reibungslosen Import eines Gebrauchtwagens musst du alle erforderlichen Unterlagen bereithalten. In der Regel sind dies:
- Kaufnachweis: zeigt, dass du der rechtmäßige Eigentümer bist
- Fahrzeugpapiere: die ausländischen Fahrzeugdokumente (entspricht dem deutschen Fahrzeugschein/-brief bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I & II)
- EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier): Nachweis, dass das Fahrzeug in der EU eine Typengenehmigung hat
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass
- EVB-Nummer: elektronische Versicherungsbestätigung zur Anmeldung in Deutschland
Importierst du das Fahrzeug aus einem Nicht-EU-Land, sind zusätzlich folgende Dokumente nötig:
- Zollanmeldung und Einfuhrnachweis: Vom Zoll abgestempelt bei der Einfuhr
- Zoll-Unbedenklichkeitsbescheinigung und Zollquittung: Nachweis, dass keine offenen Zollforderungen bestehen
- Fahrzeugdatenblatt und Einzelabnahme durch den TÜV: für Fahrzeuge ohne EU-Typgenehmigung (COC)
Bei Importen aus einem EU-Land – insbesondere, wenn die Dokumente dem EU-Format folgen – sind in der Regel keine Übersetzungen nötig, außer bei seltenen Sprachen oder auf Verlangen der Zulassungsstelle. Bei Fahrzeugpapieren und Kaufverträgen aus nicht-EU-Importländern ist es jedoch deutlich wahrscheinlicher, dass du eine Übersetzung ausländischer Dokumente benötigst (in seltenen Fällen auch beglaubigt).
Vergewissere dich in jedem Fall, welche Dokumente in dem Verkaufsland und in deinem Heimatland erforderlich sind – das kann dir später viel Ärger ersparen.
Prüfungs- und Testanforderungen
In Deutschland muss ein Auto vor der Zulassung eine technische Prüfung bei TÜV, DEKRA oder einer anderen Prüfstelle durchlaufen.
- EU-Import mit COC-Papier: Es ist nur eine normale Hauptuntersuchung (HU) nötig – wie bei jedem deutschen Gebrauchtwagen.
- Nicht-EU-Import oder kein COC-Papier: Hier ist ein Vollgutachten nach § 21 StVZO nötig („Einzelabnahme“). Dies beinhaltet eine gründliche Prüfung, den Abgleich mit deutschen Vorschriften und erfordert ggf. technische Modifikationen (z. B. Scheinwerfer, Tachometer auf km/h)
Wenn die Prüfung bestanden ist, erhältst du ein Prüfprotokoll bzw. Gutachten – das ist Voraussetzung für die Zulassung.
Besondere Vorschriften für Importe aus Nicht-EU-Ländern
Fahrzeugimporte aus Ländern außerhalb der EU werden oft strenger kontrolliert und müssen mitunter modifiziert werden, um den lokalen Anforderungen zu entsprechen. Fahrzeuge aus den USA müssen beispielsweise vor der Zulassung an die EU-Abgas- und Lärmschutznormen angepasst werden.
Profi-Tipp: Um die Emissionsklasse eines Autos zu kontrollieren, ob es die lokalen Standards erfüllt, kannst du einen carVertical-Bericht nutzen, der oft Emissionsdaten enthält.
Beachte die örtlichen Vorschriften
Die Einfuhrbestimmungen variieren nicht nur zwischen EU- und Nicht-EU-Ländern, sondern auch innerhalb einzelner EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland. Es ist wichtig, diese zu verstehen und zu befolgen, um sicherzustellen, dass ein importiertes Kraftfahrzeug in deinem Land legal zugelassen ist und im Straßenverkehr genutzt werden darf.
- Lokale Abgasvorschriften: Sie haben Einfluss darauf, wo und wie du fahren kannst. Viele Großstädte haben Umweltzonen, die als Niedrig-Emissionszone (LEZ) bzw. Ultra-Niedrig-Emissionszone (ULEZ) bekannt sind, in denen nur Fahrzeuge mit einer geringen Schadstoffemission fahren dürfen. Diese müssen mit einer grünen Plakette gekennzeichnet sein. Wenn du vorhast, regelmäßig in solchen Zonen zu fahren, solltest du sicherstellen, dass dein importiertes Auto die dort geltenden Abgasnormen erfüllt.
- Sicherheit und technische Modifikationen: Überprüfe die technischen und Sicherheitsanforderungen, um sicherzustellen, dass dein eingeführtes Auto verkehrssicher ist und den örtlichen Betriebsbedingungen entspricht. Beispielsweise müssen bei Fahrzeugen aus Ländern mit Linksverkehr unter Umständen die Scheinwerfer neu eingestellt werden, und bei Fahrzeugen aus Ländern, in denen Meilen pro Stunde (mph) als Maßeinheit verwendet werden, muss der Tacho möglicherweise auf Kilometer pro Stunde umgestellt werden.
- Fahrzeugtypenbeschränkungen: Manche Länder haben Einfuhrbeschränkungen hinsichtlich des Alters, des Hubraums oder der Emissionswerte. In Deutschland sind Importautos nur zulassungsfähig, wenn Sie fahrbereit sind, die Abgasgrenzwerte einhalten und eine gültige Fahrgestellnummer haben. Um sicherzugehen, dass du die Vorschriften einhältst, kannst du mit einem carVertical-Bericht die Originaldaten des Autos schon vor dem Kontakt mit dem Verkäufer abklären.
Plane deine Finanzen
Was kostet es nun, ein Auto zu importieren? Das hängt ganz davon ab, woher das Auto kommt und was für ein Modell du einführen möchtest. Aber mit ein wenig Recherche im Vorfeld kannst du gut abschätzen, ob der Gesamtpreis im Vergleich zu den lokalen Angeboten angemessen ist. Setze dir am besten ein Budget mit etwas Spielraum für unvorhergesehene Kosten.
- Fahrzeugpreis: Der Fahrzeugpreis ist der Ausgangspunkt deiner Finanzplanung und deines Gesamtbudgets. Informiere dich online über ähnliche Marken und Modelle, um die Preisspanne zu ermitteln und deinen finanziellen Spielraum abzugrenzen.
- Bewertung des Marktwerts: Mit dem carVertical-Bericht und seiner Marktwertfunktion kannst du den Angebotspreis prüfen, überhöhte Preisforderungen erkennen und so zu hohe Angebote oder versteckte Mängel vermeiden.
- Zusätzliche Kosten: Denk an Steuern, Zölle, Inspektionsgebühren, mögliche Umbauten für die Einhaltung der Abgasnormen, Reparaturen und Versandkosten. So bekommst du eine genauere Schätzung der Gesamtkosten für den Import eines Pkws nach Deutschland.
Tipp: Bezahlt immer mit Kreditkarte oder Banküberweisung und vermeidet Barzahlungen oder ungesicherte Zahlungsmethoden, um die Rückverfolgbarkeit und Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Finde einen vertrauenswürdigen Verkäufer
Manche Kaufinteressenten suchen nach dem günstigsten Land in Europa, um ein Auto zu kaufen. Sie vergleichen erst dann verschiedene Angebote und Verkäufer, um zu entscheiden, ob sich der Import lohnt. Bevor du dich für einen Kauf entscheidest, solltest du zunächst die Seriosität jedes Verkäufers gründlich prüfen, um versteckte Kosten oder Scams zu vermeiden:
- Die Reputation des Verkäufers prüfen: Recherchiere, ob es Beschwerden gibt. Überprüfe die Onlinepräsenz, schau dir Onlinebewertungen, lokale Foren oder Käuferbewertungen an. Handelt es sich um einen Händler, überprüfe dessen Registrierung bei den Behörden.
- Transparenz bewerten: Vertrauenswürdige Verkäufer machen detaillierte Angaben, sind bereit, Fragen zu beantworten, und lassen Besichtigungen zu.
- Preise vergleichen: Wenn die Preise deutlich unter dem Durchschnitt liegen, könnte das ein Hinweis auf versteckte Mängel oder einen Betrugsversuch sein.
- Eigentumsverhältnisse klären: Frag nach einem Nachweis, z. B. den Original-Zulassungspapieren.
Wenn dir ein Verkäufer komisch vorkommt, deine Fragen nicht richtig beantwortet oder nicht bereit ist, klare und transparente Informationen zu geben, ist das ein deutliches Zeichen, das Geschäft mit ihm lieber nicht zu machen.
Lerne das Fahrzeug vor dem Kauf gründlich kennen
Wenn du ein Auto importieren willst, solltest du unbedingt die Vorgeschichte und den Zustand des Fahrzeugs sorgfältig prüfen. So kannst du frühzeitig kostspielige Überraschungen vermeiden, die bei der Einfuhr eines Autos aus Europa oder einem anderen Land auftreten können.
Frag einen Experten vor Ort um Hilfe
Du kannst nicht persönlich vor Ort sein, um das Auto zu inspizieren? Dann solltest du jemanden vor Ort (einen Freund oder einen empfohlenen Sachkundigen) bitten, zu überprüfen, ob das Fahrzeug den Angaben des Verkäufers entspricht. Diese Person kann den äußeren Zustand begutachten, die Fahrgestellnummer überprüfen und dir eine unvoreingenommene Einschätzung geben.
Auch Vermittlerfirmen unterstützen dich beim Autokauf im Ausland. Sie kümmern sich um alles, von der Fahrzeugprüfung und den Papieren bis zum Transport und der Zollabfertigung.
Egal, ob du das Auto über einen Vermittler kaufst oder dich selbst darum kümmerst, überprüfe auf jeden Fall die Vorgeschichte des Autos mit einem carVertical FIN-Check. Manche Käufer nutzen lieber Vermittler, geben ihnen die wichtigsten Informationen und übernehmen die Zahlung, überlassen ihnen aber den Rest. Wenn du diesen Teil der Recherche selbst machst, hast du mehr Kontrolle und kannst ein besseres Ergebnis erzielen, weil du besser informiert bist.
Feinheiten der Laufleistungskurve verstehen
Die gefahrenen Kilometer beeinflussen stark den Zustand und damit den Wert eines Kraftfahrzeugs, daher wird vor allem bei Importen häufig der Kilometerzähler manipuliert. Vergewissere dich daher immer mit einem carVertical-Bericht über den Kilometerstand des Autos, um Tachomanipulationen auszuschließen und andere verdächtige Muster zu erkennen.
Typische Warnsignale beim Check der Laufleistung sind:
- Lücken in der Fahrleistung: Große Lücken zwischen den aufgezeichneten Kilometerständen deuten auf fehlende Aufzeichnungen oder mangelnde regelmäßige Wartung hin.
- Stagnation: Wenn sich der Kilometerstand über längere Zeit nicht ändert, wurde das Auto nicht gefahren, vielleicht wegen größerer technischer Probleme, eines Unfalls oder es war abgemeldet.
- Geringe Laufleistung: Ist die Laufleistung für das Alter des Autos ungewöhnlich niedrig, frage dich, ob das Auto wirklich wenig gefahren wurde oder jemand am Kilometerzähler herumgebastelt hat.
Schadenshistorie anschauen
Die Unfallhistorie eines Autos kann dir helfen, den tatsächlichen Zustand realistischer einzuschätzen und dich auf mögliche zukünftige Wartungskosten vorzubereiten. Deshalb solltest du dich vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens unbedingt über frühere Unfallschäden informieren.
Im folgenden Auszug aus dem carVertical-Bericht siehst du zum Beispiel zwei Unfälle mit geschätzten Reparaturkosten zwischen 3.001 EUR und 5.000 EUR:
Bei unsachgemäßer Reparatur kann es nach dem Kauf zu Problemen kommen, die die Leistung und Sicherheit des Fahrzeugs beeinträchtigen und teure Reparaturen nach sich ziehen können.
Bei Importen aus den USA solltest du besonders auf die Fahrzeugtitel („Title Brands“) achten. Fahrzeuge mit bestimmten Markierungen wie „Salvage“ (Unfallwagen) oder „Rebuilt“ (wiederaufgebaut) hatten möglicherweise schwere Unfälle oder wurden durch Überschwemmungen beschädigt und weisen möglicherweise noch Mängel auf.
Nutzungshistorie ansehen
Zu wissen, wie viele Vorbesitzer ein Auto hatte, gibt dir einen guten Eindruck davon, wie es gepflegt wurde. Viele Besitzerwechsel erhöhen im Allgemeinen die Wahrscheinlichkeit von Problemen. Zudem ist es wichtig zu wissen, wer der Besitzer war und ob das Auto irgendwelchen ungewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt wurde.
Mit den Informationen in den Abschnitten „Zeitraum“ und „Verwendung“ im carVertical-Bericht bekommst du ein klareres Bild.
Während im Abschnitt „Zeitraum“ Änderungen der Besitzverhältnisse aufgeführt sind, kannst du im Abschnitt ‚Verwendung‘ des Berichts sehen, ob das Auto von der Polizei, einer Autovermietung oder für andere gewerbliche Zwecke genutzt wurde.
Ein ehemaliges Taxi, Polizeiauto oder Mietfahrzeug zu kaufen, ohne zu wissen, was es schon so alles erlebt hat, ist riskant, denn diese Fahrzeuge werden meist stark beansprucht, sind viel unterwegs und oft harten Bedingungen ausgesetzt.
Ausrangierte Taxis und Polizeiautos haben oft viele Kilometer auf dem Tacho, während Mietwagen von unterschiedlichen, manchmal unerfahrenen Fahrern gefahren wurden. All das kann zu mehr Verschleiß führen, wodurch das Auto anfälliger und insgesamt weniger zuverlässig ist.
Achte auf sichtbare Abnutzungserscheinungen
Schau dir, wann immer möglich, das Auto persönlich an. Wenn das nicht geht, lass dir ein paar gute Fotos schicken und achte auf Folgendes:
- Zustand der Karosserie: Dellen, Kratzer, Rost oder uneinheitliche Lackierung, die auf frühere Unfälle oder schlampige Reparaturen hindeuten können.
- Lackqualität: Verblasster oder abblätternder Lack kann ein Anzeichen dafür sein, dass das Fahrzeug rauen Umwelteinflüssen ausgesetzt war.
- Glas und Beleuchtung: Achte auf Risse oder Absplitterungen. Das Auswechseln von Fensterscheiben, Spiegeln oder Scheinwerfern geht ganz schön ins Geld.
- Reifen: Wenn die Reifen ungleichmäßig abgenutzt sind, deutet das auf Probleme mit der Spurhaltung oder der Aufhängung hin.
- Innenraum: Vernachlässigte Fahrzeuge weisen oft beschädigte Polster, unangenehme Gerüche und fleckige Teppiche auf.
- Motorraum: Achte auf Flüssigkeitslecks, rissige Schläuche oder abgenutzte Riemen.
Wenn du das Auto nicht persönlich in Augenschein nehmen kannst, studiere die Bilder in der Anzeige genau (und bitte den Verkäufer um weitere Bilder oder gar ein Video). Auch ein carVertical-Bericht kann historische Fotos aus früheren Inspektionen, Auktionen oder Versicherungsgutachten enthalten, die bei der Erkennung früherer Schäden hilfreich sein können!
Probefahrt
Die Probefahrt ist einer der wichtigsten Schritte bei der Bewertung eines Autos, da du so die Leistung, den Komfort und mögliche mechanische Probleme beurteilen kannst. Wenn du den Verkäufer im Ausland aufsuchen kannst, liefert eine persönliche Probefahrt dir wichtige Erkenntnisse:
- Überprüfe die Beschleunigung und das Bremsen: Achte darauf, dass der Motor gut anspricht und die Bremsen richtig funktionieren.
- Achte auf ungewöhnliche Geräusche: Quietschen, Klappern oder schleifende Geräusche sind möglicherweise ein Indiz für Probleme.
- Komfort und Handling testen: Eine ruhige Fahrt und ein reaktionsschnelles Lenkrad sind immer ein gutes Zeichen.
- Instrumente und Elektronik kontrollieren: Vergewissere dich, dass alle Lichter, Anzeigen und Infotainmentsysteme funktionieren.
Lass eine fachkundige Inspektion durchführen
Eine gründliche Inspektion durch einen Fachmann ist wichtig, vor allem, wenn du ein Auto importieren willst. Ein Kfz-Mechaniker oder ein Inspektionsdienst vor Ort können den Zustand des Autos aus der Ferne überprüfen, manchmal sogar per Videoanruf. Sie können dir dabei helfen, versteckte Mängel zu entdecken, oder klären, ob Auto als ein anderer Fahrzeugtyp zugelassen ist (z. B. als Lieferwagen statt als SUV), was später zu rechtlichen Komplikationen führen kann.
Prüfe deine FIN
Vermeide kostspielige Probleme, indem du die Fahrzeughistorie prüfst. Erhalte sofort einen Bericht!
Transport und Zollabfertigung planen
Sobald der Zustand des Autos geklärt ist, kannst du es liefern lassen. Auch hier gilt: Sorgfältige Planung ist der Schlüssel zum Erfolg:
1.Recherchiere die Transportkosten: Denk an Versandkosten, Transportversicherung und Lagergebühren.
2.Wähle eine Transportmethode: Du kannst das Auto selbst fahren, einen Transportdienst beauftragen oder es per Seefracht transportieren lassen.
3.Importzölle und Steuern klären: Die können je nach Route und Herkunftsland unterschiedlich sein.
4.Bereite die nötigen Unterlagen vor: Stell sicher, dass alle Zollpapiere komplett sind, damit es nicht zu Verzögerungen kommt.
5.Lieferung und Abholung organisieren: Denk an die Logistikkosten, wenn der nächste Hafen oder Lieferzentrum weit weg ist.
Auch die Entfernung innerhalb Europas spielt eine Rolle, da beim Import eines Autos aus weiter entfernten Regionen zusätzliche Probleme oder Kosten entstehen können. Bedenke immer verschiedene Szenarien und Transportwege, um mögliche Verzögerungen und Mehrkosten zu vermeiden.
Dein importiertes Auto anmelden
Nun musst du das importierte Auto noch in Deutschland anmelden. Dazu ist in der Regel Folgendes erforderlich:
- Ausländische Fahrzeugpapiere: Original-Zulassungsbescheinigung oder entsprechende Unterlagen
- Kaufvertrag oder Rechnung: Nachweis, dass du der rechtmäßige Eigentümer bist
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass
- EVB-Nummer: Elektronische Versicherungsbestätigung für die Anmeldung
- SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer: Einzugsermächtigung für das Finanzamt
- EG-Übereinstimmungsbescheinigung (bei EU-Fahrzeugen)
- HU/AU-Nachweis (TÜV): Hauptuntersuchung und ggf. Abgasuntersuchung
- Vollgutachten nach § 21 StVZO: Nur bei Fahrzeugen ohne COC oder aus Nicht-EU-Ländern
- Umsatzsteuererklärung beim Finanzamt (nur bei Neuwagen)
Und zusätzlich beim Import aus einem Nicht-EU-Staat:
- Zollnachweis & Einfuhrdokumente: Beleg, dass Zoll und Einfuhrumsatzsteuer bezahlt wurden
- Zoll-Unbedenklichkeitsbescheinigung: Bestätigung, dass keine offenen Forderungen bestehen
- Beglaubigte Übersetzungen (falls nötig): z. B. bei fremdsprachigen Fahrzeugpapieren oder Kaufverträgen
Die Zulassungsstelle kann je nach Region zusätzliche Unterlagen verlangen. Informiere dich daher online über die Prüfung oder rufe vorher deine Zulassungsstelle an.
Wenn du ein Auto importierst, solltest du dich vorher gut informieren und so viel wie möglich über das Fahrzeug herausfinden. Wenn du die Vorgeschichte, den Zustand und mögliche Probleme kennst, kannst du einen fundierten Kaufentscheid treffen. Nimm dir die Zeit, alle wichtigen Informationen zu sammeln, um späteren Ärger zu vermeiden und Freude an deinem neuen Fahrzeug zu haben.
