carVertical

Günstige SUVs bis 15.000 Euro – die besten gebrauchten Modelle für verschiedene Bedürfnisse

Evaldas Zabitis

Evaldas Zabitis

Inzwischen sind SUVs überall präsent, auf Landstraßen ebenso wie im Stadtverkehr. Sie sind eben längst kein Nischenprodukt mehr. Zwischen Januar und August 2024 machten sie laut Kraftfahrt-Bundesamt mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen in Deutschland aus.

Diese Fahrzeuge bieten ordentlich Platz, eine gute Übersicht und ein sicheres Fahrgefühl. Aber braucht man dafür ein großes Budget? Nicht unbedingt. Auch mit rund 15.000 Euro findest du bereits gute SUVs für wenig Geld.

Hier erfährst du, worauf es beim Kauf wirklich ankommt und welche Modelle sich im Alltag bewähren.

Angst, ein Autowrack zu kaufen?

Prüfe eine beliebige FIN, um die vollständige Geschichte eines Fahrzeugs zu erfahren!

Was einen guten SUV ausmacht

SUVs sind so gefragt, weil sie vieles unter einen Hut bringen. Sie bieten viel Platz, die Sitzposition ist höher und das Fahrgefühl ist oft ruhiger und sicherer.

Doch sie passen nicht für jeden gleichermaßen. Wer täglich allein zur Arbeit fährt, hat andere Anforderungen als eine Familie mit zwei Kindern oder jemand, der regelmäßig einen Anhänger zieht. Welches Modell am besten passt, hängt also stark vom individuellen Bedarf ab. Ein Vergleich von Ausstattung, Sicherheit, Verbrauch und Zuverlässigkeit zeigt schnell, welche Modelle herausragen. Das hilft bei der Eingrenzung der Auswahl.

Viele kompakte SUV-Modelle wie der Hyundai Kona sind technisch gesehen eher Crossover mit Pkw-Basis. Das reicht für den Alltag, bietet aber weniger Reserven im Gelände als klassische SUV.

Unsere Auswahl der Modelle basiert auf Daten zu Unfällen, Tachomanipulationen, Betriebskosten und Langzeiterfahrungen, die durch Fahrzeughistorien von carVertical sowie Crashtest-Ergebnisse von Euro NCAP ergänzt werden. So lässt sich eine fundierte Entscheidung treffen.

Warum die Fahrzeughistorie entscheidend ist

Wenn du einen gebrauchten SUV kaufen möchtest, ist die Vorgeschichte des Fahrzeugs besonders wichtig. Was äußerlich gut wirkt, kann im Inneren ganz anders aussehen. Eine Probefahrt vermittelt nur einen Eindruck vom aktuellen Zustand, nicht aber davon, was das Auto in der Vergangenheit erlebt hat.

Ein nach wie vor hohes Risiko sind manipulierte Kilometerstände, die das Auto jünger erscheinen lassen, als es ist. Die Abweichungen sind oft erheblich. Bei in Deutschland geprüften Autos lag die durchschnittliche Abweichung laut carVertical bei 58.000 km.

Wer ein solches Fahrzeug kauft, zahlt nicht nur beim Ankaufspreis ordentlich drauf, auch unangenehme Überraschungen bei Wartung oder Reparatur lassen oft nicht lange auf sich warten.

Bei Unfällen kommt es auf die Art und Qualität der Reparatur an, denn nicht jeder Schaden führt automatisch zum Ausschluss. Kleine Schäden, die fachgerecht repariert wurden, sind unkritisch. Problematisch wird es hingegen, wenn tragende Teile betroffen waren oder die Reparatur nicht fachgerecht durchgeführt wurde.

Ein Bericht zur Fahrzeughistorie kann dir auf einen Blick zeigen, ob die Kilometerstandsaufzeichnungen plausibel sind, ob Unfälle dokumentiert wurden und ob das Fahrzeug als gestohlen gemeldet wurde. Diese Hintergrundinformationen sind hilfreich bei der Preisverhandlung und schützen vor Fehlkäufen.

Gib dazu einfach die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) auf der Webseite ein, bezahle und du erhältst im Handumdrehen einen umfassenden Fahrzeugbericht als PDF. Gerade bei günstigen SUV-Modellen, die schon einiges erlebt haben könnten, ist das heute fast unverzichtbar.

Prüfe deine FIN

Vermeide kostspielige Probleme, indem du die Fahrzeughistorie prüfst. Erhalte sofort einen Bericht!

Familienfreundlich und mit 7 Sitzen – Kia Sorento (2015–2020)

Quelle: crash71100/Flickr

Der Kia Sorento der Baujahre 2015 bis 2020 bietet viel Platz und ist äußerst vielseitig. Optional ist dieser SUV auch mit 7 Sitzen erhältlich, allerdings nur in Verbindung mit der entsprechenden Ausstattung. Da nicht alle Modelle über eine dritte Sitzreihe verfügen, lohnt es sich, vor dem Kauf genau hinzuschauen.

Technisch zeigt sich der Sorento robust und zuverlässig mit langlebigen Motoren. Es gibt aber auch gelegentlich Berichte von Prüfstellen über frühzeitigen Verschleiß der Querlenker und Schwächen bei der Automatik.

Beim Fahren überzeugt dieser Familien-SUV mit Komfort und solider Straßenlage. Wendigkeit und Dynamik stehen nicht im Vordergrund, dafür zeichnet er sich durch Platz und Ruhe aus. Die laufenden Kosten liegen über dem Niveau kleinerer, günstiger SUV-Modelle. Vor allem bei Versicherung und Wartung solltest du das mit einkalkulieren.

Elektrisch, kompakt und alltagstauglich – Hyundai Kona Electric (2018–2023)

Quelle: JayUny/Flickr

Der Hyundai Kona Electric ist eines der wenigen kleinen SUVs, das mit einem vollwertigen Elektroantrieb erhältlich ist. In den Baujahren 2018 bis 2023 schafft er je nach Fahrweise und Batterieversion rund 275 bis 370 Kilometer, wodurch er sich im Alltag flexibel nutzen lässt.

Mit der Zeit lässt die Batterie leicht nach, bleibt aber bei vielen Fahrzeugen auch nach Jahren stabil. Nutzerberichte sind überwiegend positiv. Im Vergleich zum Peugeot 2008 Electric gilt er als robuster und gegenüber dem Dacia Spring als sicherer. Vier Sterne im Euro-NCAP-Crashtest unterstreichen das.

Im Alltag erweist sich der Kona als praktisch und unkompliziert. Das Fahrverhalten wirkt direkt, aber ausgewogen, und der Innenraum bietet genug Platz für zwei Personen samt Gepäck. Wer also ein kompaktes E-SUV sucht, das auch längere Strecken problemlos meistert, findet hier eine interessante Option.

Der beste Hybrid-SUV – Toyota RAV4 Hybrid (2015–2018)

Quelle: Mr Thinktank/Flickr

Der Toyota RAV4 Hybrid (2015–2018) zählt zu den gebrauchten Hybrid-SUVs, die im Alltag selten Probleme bereiten. Der 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, der auch im Camry verbaut wird, gilt als wartungsarm und ist gut für das Hybridkonzept geeignet.

Toyota greift hier auf viel Erfahrung zurück. Die Technik basiert auf dem bewährten Prius-System und läuft seit Jahren stabil. In den Auswertungen von Consumer Reports taucht der RAV4 nicht nur in seiner Klasse, sondern markenübergreifend regelmäßig ganz oben auf.

Zudem erfüllt er mit fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest höchste Sicherheitsstandards.

Premium-SUV mit ausgewogener Technik – Audi Q5 (2012–2017)

Quelle: The National Roads and Motorists' Association/Flickr

Der Audi Q5 der Baujahre 2012 bis 2017 spricht all jene an, die Wert auf Qualität legen und ein zuverlässiges Alltagsauto suchen. Viele Premium-SUVs überzeugen auf dem Papier, zeigen aber in der Praxis Schwächen oder verursachen hohe Folgekosten. Der Q5 liegt hier in einem guten Mittelbereich.

Sowohl die Verarbeitung als auch die Motoren und das Getriebe gelten als zuverlässig. Das Fahrverhalten ist zwar etwas straffer, aber nicht unbequem – wer also gern etwas sportlicher fährt, kommt hier auf seine Kosten. Auch optisch bleibt der Q5 dezent, ohne Einbußen bei der Qualität. Beim Euro-NCAP-Test holte er fünf Sterne.

Allerdings solltest du die höheren Betriebskosten im Blick behalten, denn Ersatzteile, Werkstattstunden und Versicherung sind spürbar teurer. Bei einigen Q5-Modellen ist zudem eine bekannte Anfälligkeit der Multitronic-Automatik bekannt, die du beim Kauf prüfen solltest.

Fürs Gelände gemacht – Toyota Land Cruiser (2002–2009)

Quelle: RL GNZLZ/Flickr

Der Toyota Land Cruiser der dritten Generation (2002–2009), der auch als Land Cruiser Prado bekannt ist, ist nichts für die Innenstadt, sondern für unwegsames Gelände gebaut. Leiterrahmen, permanenter Allradantrieb, Torsen-Differenzial und Untersetzung zeigen eindeutig, wofür er gedacht ist: Schlamm, Schotter und Steigungen.

Motor und Getriebe dieser Modelle gelten als sehr langlebig. Auch bei hoher Laufleistung arbeiten viele Fahrzeuge noch einwandfrei. Kritisch wird es eher beim Rost, vor allem am Rahmen und Unterboden. Hier solltest du genau hinsehen.

Sicherheitsfunktionen wie Spurhalteassistent oder Notbremsassistent gibt es meist nicht. Der Land Cruiser wurde nicht nach dem heutigen Euro-NCAP-Standard geprüft und verfügt nur über eine Basisausstattung. Wer ein langlebiges Fahrzeug für den Geländeeinsatz sucht, erhält mit diesem Modell jedoch eine erprobte Technik mit klarer Ausrichtung.

Diese Risiken bergen gebrauchte SUVs

Ein gebrauchter SUV birgt oft mehr Risiken als ein klassischer Pkw. Reparaturen sind oft teurer, Ersatzteile sind kostspieliger und auch die Ausgaben für Versicherung und Wartung steigen.

Achte deshalb darauf, dass die Fahrzeug-Identifikationsnummer am Auto und in den Papieren übereinstimmt, der TÜV-Bericht aktuell ist und eine Probefahrt möglich ist.

Die Fahrzeughistorie ist besonders wichtig. Die folgende Tabelle zeigt Daten aus dem Jahr 2024 und listet auf, wie häufig bei bestimmten SUV-Modellen ein manipulierter Kilometerstand oder ein Unfallschaden dokumentiert wurde.

Modell und Baujahre

Kilometerstand manipuliert (%)

Unfallschäden (%)

Kia Sorento (2015-2020)

4

44,2

Hyundai Kona (2018-2023)

1,8

27,9

Toyota RAV4 Hybrid (2015-2018)

6,1

48,9

Audi Q5 (2012-2017)

3,5

47,2

Toyota Land Cruiser Prado (2002-2009)

10,3

31,9

Ein Vergleich der Ergebnisse zeigt, dass die Quote für Kilometerstandmanipulationen im Schnitt bei 2,8 % lag, während sie bei Unfallschäden bei 38,1 % lag. Es gibt einige Modelle, die deutlich schlechter abschneiden. Wer ein solches Fahrzeug kauft, läuft eher Gefahr, auf verdeckte Mängel zu stoßen, die durch schlechte Reparaturen, sicherheitsrelevante Schwächen oder unerwartete Folgekosten verursacht wurden.

Beim Kauf über einen Händler kann eine Gebrauchtwagengarantie dabei helfen, unerwartete Reparaturkosten abzusichern, insbesondere bei SUVs mit hoher Laufleistung.

Häufig gestellte Fragen

Evaldas Zabitis

Artikel von

Evaldas Zabitis

Evaldas schreibt seit der weiterführenden Schule und hat eine Leidenschaft für Autos, schon seitdem er denken kann. Gleich nachdem er seinen Führerschein gemacht hatte, gab er all seine Ersparnisse für klapprige Autos aus, um sie zu reparieren, zu fahren und zu verkaufen. Evaldas ist immer an technischen Innovationen im Automobilbereich interessiert und nimmt aktiv an Diskussionen in der Automobilgemeinde teil.