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Wann ist die beste Zeit, ein Auto zu kaufen?

Evaldas Zabitis

Evaldas Zabitis

Du hast ein Modell gefunden, das passt: Preis, Ausstattung und Kilometerstand stimmen. Aber irgendetwas hält dich zurück. Vielleicht bekommst du es ein paar Wochen später günstiger. Oder teurer. Und plötzlich fragst du dich: Spielt der Zeitpunkt überhaupt eine Rolle?

Er spielt eine. Wann du ein Auto kaufst, kann den Preis um mehrere Tausend Euro verschieben – in die eine wie in die andere Richtung. Ob Neuwagen beim Händler, Gebrauchtwagen von privat oder ein bestimmtes Modell auf der Wunschliste: Der Zeitpunkt bestimmt, wie viel Verhandlungsspielraum du hast und wie hoch die Nachfrage gerade ist.

Wann die beste Zeit ist, um ein Auto zu kaufen, hängt davon ab, was du kaufen möchtest. Für Neuwagen, Gebrauchtwagen und Cabrios gelten unterschiedliche Regeln. Auch der Wochentag oder der Monat können eine Rolle spielen.

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Wann sind Gebrauchtwagen am günstigsten?

Gebrauchtwagen haben keinen fixen Preis. Dasselbe Modell, derselbe Jahrgang, dieselbe Laufleistung – und trotzdem kann der Preis je nach Zeitpunkt und Situation erheblich schwanken. Beim Gebrauchtwagen kaufen ohne Zeitdruck hast du einen klaren Vorteil: Geduld zahlt sich aus.

In manchen Situationen sind Verkäufer deutlich verhandlungsbereiter:

  • Ein neues Modell oder Facelift steht an: Der Vorgänger verliert an Attraktivität – Händler und Privatverkäufer wollen ihn loswerden, bevor der Wertverlust noch größer wird.
  • Der Verkäufer steht unter Zeitdruck: Umzug, Geldnot, neues Auto bereits bestellt – wer schnell verkaufen muss, verhandelt anders.
  • Die Spritpreise steigen: Werden Benzin oder Diesel teurer, sinkt die Nachfrage nach verbrauchsstarken Fahrzeugen spürbar – und damit auch die Preise.
  • Das Auto hat einen Mangel: Kleine Schäden oder offene Reparaturen drücken den Preis, auch wenn das Problem überschaubar ist.
  • Das Inserat steht schon lange online: Ein Auto, das seit Wochen niemand kauft, deutet auf einen zu hohen Startpreis hin – und auf Verhandlungsspielraum.

Um besser einschätzen zu können, was dein Auto wert ist oder was ein fairer Preis für einen Gebrauchten wäre, lohnt sich ein Blick auf aktuelle Marktpreise vergleichbarer Fahrzeuge.

Spontankäufe führen beim Gebrauchtwagen am häufigsten zu schlechten Deals. Wann Gebrauchtwagen günstiger zu haben sind, lässt sich mit etwas Vorbereitung gut einschätzen – ohne sie zahlst du oft mehr als nötig.

Wann im Jahr lohnt sich der Autokauf?

Der Kalender spielt eine größere Rolle, als viele denken. Händler arbeiten mit Verkaufszielen, die sich nach Monaten, Quartalen oder Jahren richten. Wann die beste Zeit ist, um ein Auto zu kaufen, hängt oft genau davon ab – und wer das weiß, kann seinen Kaufzeitpunkt gezielt nutzen.

Am Ende des Monats, Quartals oder Jahres

Autoverkäufer beim Händler haben Quoten zu erfüllen. Jedes Ziel, das sie erreichen, bringt eine Provision oder einen Bonus. Je näher das Ende eines Abrechnungszeitraums rückt, desto mehr Interesse haben sie daran, noch einen Abschluss zu machen – und desto eher sind sie bereit, beim Preis nachzugeben.

Der Dezember ist oft einer der günstigsten Monate für den Autokauf. Es ist das Ende des Monats, des Quartals und des Jahres. Hinzu kommt, dass viele potenzielle Käufer ihr Geld in der Vorweihnachtszeit für andere Dinge ausgeben. Die Nachfrage in den Autohäusern sinkt, während der Druck auf die Verkäufer steigt.

Zu Wochenbeginn

Montag und Dienstag gelten oft als günstige Tage, um ein Autohaus zu besuchen. Weniger Laufkundschaft bedeutet, dass du mehr Aufmerksamkeit bekommst und Gespräche in Ruhe führen kannst.

Der Samstag ist oft einer der ungünstigeren Tage dafür. Die meisten Menschen können unter der Woche nicht zum Händler, also strömen viele am Wochenende ins Autohaus. Verkäufer sind beschäftigt, Gespräche werden kürzer – und die Verhandlungsposition schwächer. An einem vollen Samstag ist die Chance höher, den Satz zu hören: „Wenn Sie es nicht nehmen, findet sich jemand anderes.“

Wenn die Nachfrage nach einem bestimmten Fahrzeug gering ist

Cabrios sind im Herbst und Winter am günstigsten – im Sommer will jeder eins, im Winter keiner. Geländewagen und SUVs mit Allradantrieb kosten im Sommer oft weniger, weil die Nachfrage dann geringer ist.

Das gilt beim Händler genauso wie beim Privatverkauf. Wer kauft, wenn kaum jemand anderes dasselbe Fahrzeug sucht, hat die besseren Karten. Das erfordert zwar Geduld, zahlt sich aber aus, da Impulskäufe in der Regel teurer sind.

Während Rabattaktionen und saisonaler Verkaufsphasen

Aktionen wie Black Friday oder Jahresendkampagnen bieten zusätzliche Möglichkeiten, besonders beim Neuwagenkauf. Händler nutzen diese Phasen, um Zulassungszahlen zu steigern oder Lagerfahrzeuge abzubauen.

💡 Pro-Tipp

Beim Gebrauchtwagenkauf gilt: Je später im Jahr, desto höher sind die Chancen auf einen Rabatt. Wenn ein Modell jedoch gerade stark gefragt ist, hat der Verkäufer wenig Grund, den Preis zu senken. Den Kaufzeitpunkt bewusst zu wählen, ist also keine List, sondern einfach gute Vorbereitung.

Eine einfache Faustregel: Kaufe bei gutem Wetter

Das Wetter beim Besichtigungstermin beeinflusst, was du siehst und was du übersiehst. Eine Faustregel, die wenige kennen: Vermeide schlechtes Licht und schlechtes Wetter.

Ein paar Situationen, in denen du lieber absagen solltest:

  • Regen: Nässe lässt Kratzer und Dellen verschwinden. Die Oberfläche glänzt gleichmäßig und kleine Schäden fallen kaum auf. Du stehst unter Druck, die Besichtigung schnell hinter dich zu bringen.
  • Schnee: Schnee bedeckt die anfälligsten Stellen der Karosserie. Dazu kommt Streusalzschmutz, der ohnehin alles überzieht und selbst grobe Roststellen kaschiert.
  • Abends oder nachts: Selbst mit einer Taschenlampe sind Lackschäden, Farbunterschiede nach Reparaturen oder Spaltmaße im Dunkeln kaum erkennbar.
  • Bedeckter Himmel: Diffuses Licht schmeichelt Karosserien. Dellen und Welligkeiten im Lack zeigen sich am deutlichsten bei direktem Sonnenlicht aus einem flachen Winkel.

Ein sonniger Tag ist die beste Voraussetzung für eine ehrliche Besichtigung. Du kannst die Karosserie aus verschiedenen Winkeln beurteilen, Farbunterschiede erkennen und Lackreparaturen aufdecken, die sonst verborgen bleiben.

Wann du besser kein Auto kaufen solltest

Manche Zeitpunkte sind schlicht ungünstig – nicht weil das Angebot fehlt, sondern weil du als Käufer von Anfang an die schwächere Position hast.

Der Frühling ist einer davon. Sobald die Temperaturen steigen, wächst die Nachfrage nach Fahrzeugen spürbar. Mehr Interessenten bedeuten weniger Spielraum beim Preis und weniger Geduld beim Verkäufer. Im März oder April zu kaufen heißt, mit vielen anderen zu konkurrieren – und das schlägt sich im Preis nieder.

Ähnliches gilt für den Monatsbeginn und den Start eines neuen Quartals. Verkäufer mit frischen Zielen haben wenig Druck, Rabatte zu geben. Sie haben noch Zeit und das merkt man.

Februar gilt als einer der schlechtesten Monate für den Autokauf. Die Nachfrage zieht nach dem Jahresbeginn bereits wieder an, während Händler ihre Anfangsbestände abgebaut haben und die Bereitschaft zu Preisnachlässen sinkt.

So sparst du beim Autokauf Geld

Beim Autokauf entscheidet oft weniger der Preis als die eigene Flexibilität. Auf ein bestimmtes Modell, eine bestimmte Farbe oder einen bestimmten Händler fixiert zu sein gibt dem Verkäufer die Kontrolle. Offen zu bleiben stärkt deine Verhandlungsposition.

Das zeigt sich konkret: Ein ähnliches Modell bei einem anderen Händler oder in einer anderen Region kann deutlich günstiger sein. Vergleiche deshalb mehrere Inserate, bevor du einen Termin vereinbarst, und nicht erst danach. So weißt du, was der Markt hergibt, und kannst beim Autokauf verhandeln mit konkreten Zahlen argumentieren.

Dazu kommt der Faktor Geduld. Ein Angebot, das heute zu teuer ist, kann in zwei Wochen günstiger werden, weil das Auto noch immer nicht verkauft ist, der Verkäufer unter Druck gerät oder weil ein besseres Vergleichsangebot auftaucht. Wer nicht kaufen muss, kauft besser.

Warum der Fahrzeugzustand wichtiger ist als der Kaufzeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt kann den Preis senken. Was mit dem Auto vorher passiert ist, verrät er nicht.

Ein günstiger Dezemberkauf, ein gut verhandelter Preis, ein Fahrzeug das seit Wochen niemand wollte – nichts davon schützt dich vor einem Unfallwagen mit geflickter Karosserie, einem zurückgedrehten Tacho oder Vorschäden, die beim Besichtigungstermin nicht sichtbar sind. Die Ersparnis durch gutes Timing kann durch eine einzige versteckte Reparatur schnell aufgefressen werden.

Tachomanipulation und nicht deklarierte Unfallschäden gehören zu den häufigsten Problemen beim Gebrauchtwagenkauf – und sie lassen sich optisch kaum erkennen.

Ein Unfallschaden in der Fahrzeughistorie beeinflusst den Preis erheblich – aber lohnt sich der Kauf trotzdem?

Den Zustand eines Fahrzeugs objektiv zu prüfen ist deshalb kein optionaler Schritt. carVertical erstellt Berichte zur Fahrzeughistorie auf Basis internationaler Datenbanken, darunter Versicherungsdaten, Zulassungsregister und Werkstatteinträge. So lässt sich nachvollziehen, ob ein Fahrzeug tatsächlich unfallfrei ist oder ob der Kilometerstand plausibel ist.

Wie carVertical dir helfen kann, den Wert eines Gebrauchtwagens zu ermitteln, zeigt sich besonders dann, wenn der Angebotspreis attraktiv wirkt, die Historie aber Fragen aufwirft. Ein Fahrzeug vorab auf Unfälle prüfen zu lassen stärkt außerdem die Verhandlungsposition – mit konkreten Fakten statt Bauchgefühl.

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Häufig gestellte Fragen

Evaldas Zabitis

Artikel von

Evaldas Zabitis

Evaldas schreibt seit der weiterführenden Schule und hat eine Leidenschaft für Autos, schon seitdem er denken kann. Gleich nachdem er seinen Führerschein gemacht hatte, gab er all seine Ersparnisse für klapprige Autos aus, um sie zu reparieren, zu fahren und zu verkaufen. Evaldas ist immer an technischen Innovationen im Automobilbereich interessiert und nimmt aktiv an Diskussionen in der Automobilgemeinde teil.

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