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Wie viele Kilometer sollte ein Gebrauchtwagen haben?

Karolis Bareckas

Karolis Bareckas

Du hast zwei Gebrauchtwagen in der engeren Auswahl. Beide gefallen dir und beide passen ins Budget, aber einer hat gerade mal um die 80.000 Kilometer auf dem Tacho, während der andere schon fast 140.000 Kilometer gefahren ist. Du fragst dich zurecht: Welcher ist nun die bessere Wahl? Und wie erkennt man, ob ein Angebot fair ist oder ob bald hohe Reparaturkosten drohen?

In diesem Artikel gehen wir näher darauf ein, die Laufleistung eines Autos richtig einzuordnen. Du erfährst, welche Kilometerwerte als Orientierung dienen können, wie viele km ein Gebrauchtwagen höchstens haben sollte und woran sich typische Warnsignale erkennen lassen. Mit dem richtigen Kontext wird die Laufleistung zu einer sinnvollen Entscheidungshilfe.

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Die Bedeutung der Laufleistung beim Autokauf

Die Laufleistung eines Autos ist einer der ersten Punkte, die beim Autokauf ins Auge fallen. Er zeigt, wie intensiv ein Auto genutzt wurde, und erlaubt erste Rückschlüsse auf dessen Zustand. Für viele ist er ein wichtiger erster Indikator, denn logischerweise geht mit einer höheren Nutzung auch ein höherer Verschleiß einher.

Die DEKRA hat diesen Zusammenhang mit Daten aus 15 Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet – mit einem klaren Ergebnis: Die Laufleistung eines Pkw ist für technische Mängel ausschlaggebender als das Fahrzeugalter. Verschleiß entsteht durch Nutzung, nicht durch Standzeit. Mängel wie ausgeschlagene Lager oder Ölverlust treten erst nach vielen gefahrenen Kilometern auf, nicht allein durch die Zeit.

Warum Kontext bei der Laufleistung wichtig ist

Trotzdem ist es wichtig den Kilometerstand unter Berücksichtigung weiterer Faktoren zu bewerten. Denn es spielt ebenso eine Rolle, wie ein Auto genutzt und gewartet wurde. Wie aussagekräftig die Laufleistung bei einem Pkw wirklich ist, hängt von folgenden Punkten ab:

  • Wartungen: Ein hoher Kilometerstand ist kein grundsätzliches Problem – solange das Auto in regelmäßigen Abständen gewartet wurde. Ölwechsel, Zahnriemenwechsel, Inspektionen und Reparaturen sollten lückenlos dokumentiert sein. Ohne diese Belege ist die Zahl nur bedingt aufschlussreich.
  • Fahrweise: Langstrecken sind oft schonender als stockender Verkehr in der Stadt. Wer allerdings aggressiv fährt oder viel mit hoher Geschwindigkeit fährt, belastet den Motor stärker – selbst bei geringer Laufleistung.
  • Motor: Nicht alle Motoren sind gleich robust. Viele Diesel sind für hohe Laufleistungen ausgelegt. Kleine Benziner verschleißen dagegen schneller, vor allem bei wenig Pflege oder häufigem Kurzstreckenbetrieb.
  • Standzeiten: Ein alter Wagen mit wenig Kilometern kann täuschen. Längere Standzeiten führen oft zu sogenannten Standschäden. So können beispielsweise die Laufleistung der Autoreifen beeinträchtigt sein, ebenso wie Dichtungen oder Bremsschläuche. Selbst bei geringer Laufleistung altern Reifen mit der Zeit und sollten nach etwa sechs bis acht Jahren ausgetauscht werden.

Die Kilometerzahl ist zwar ein Kriterium, sollte aber ohne Kontext nicht überbewertet werden. Erst in Kombination mit Hintergrundinformationen zu Wartung, Nutzung und technischer Substanz ergibt sich ein verlässlicheres Gesamtbild. Was beim Thema Gewährleistung und Garantie wichtig ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Wie viele Kilometer sollte ein Gebrauchtwagen haben?

Die eine „richtige” Zahl gibt es nicht. Die Frage, wie viele km ein Gebrauchtwagen haben sollte, hängt letztlich vom Alter des Fahrzeugs, vom Motortyp, vom geplanten Einsatzzweck und natürlich von deinem Budget ab. Suchst du ein Auto, das dich möglichst lange begleitet? Oder brauchst du nur eine Übergangslösung für ein oder zwei Jahre?

Einige grobe Richtwerte, an denen du dich orientieren kannst:

  • Bis 100.000 km: Diese Laufleistung ist für viele Käufer ein guter Richtwert. Autos mit dieser Laufleistung sind in der Regel noch relativ jung, weisen weniger Verschleiß auf und lassen sich später gut wiederverkaufen. 100.000 km sind für moderne Autos meist unproblematisch, vor allem bei guter Wartung.
  • 100.000–150.000 km: In diesem Bereich findest du ebenfalls zuverlässige Fahrzeuge, vor allem bei bekannten, robusten Modellen. Achte darauf, dass Service und Inspektionen lückenlos dokumentiert sind. Dann lässt sich der Zustand gut einschätzen.
  • 200.000–300.000 km: Hier spricht man von einer hohen Laufleistung. Autos mit dieser Laufleistung sind zwar oft günstiger, stehen aber in den meisten Fällen kurz vor größeren Reparaturen, etwa an Kupplung, Fahrwerk oder Motorbauteilen. Wenn du dich für ein solches Auto interessierst, solltest du Erfahrung mitbringen oder das Fahrzeug professionell prüfen lassen.
  • Über 300.000 km: Das ist viel, keine Frage. Aber es muss nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium sein. Oft handelt es sich um Langstreckenfahrzeuge wie Firmenwagen, Taxis oder gut gepflegte Diesel. Maßgeblich sind Pflege und Historie. Ohne vollständige Dokumentation ist Vorsicht geboten.

Unabhängig davon, wie hoch der Kilometerstand ist: Setze ihn immer ins Verhältnis zum Alter! Ergibt das ein nachvollziehbares Gesamtbild? Ein sieben Jahre alter Wagen mit nur 20.000 Kilometern kann genauso verdächtig sein wie ein Vielfahrer mit 200.000 Kilometern.

Lass dir unbedingt die Wartungsunterlagen zeigen. Besonders bei hoher Laufleistung ist eine unabhängige Prüfung, etwa durch den TÜV oder eine Werkstatt, empfehlenswert. So kannst du spätere Überraschungen vermeiden.

Was ist die maximale Laufleistung, die ein Gebrauchtwagen haben sollte?

Es gibt keine feste Obergrenze. Viel wichtiger sind Pflege, Wartung und dein eigener Anspruch. Wer lieber auf Nummer sicher geht, bleibt vielleicht unter 150.000 km. Andere greifen bewusst zu Fahrzeugen mit 250.000 km oder mehr, wenn sie das Modell, den Zustand und die Vorgeschichte gut einschätzen können.

Kurz gesagt: Letztlich zählt der Zustand, nicht die Zahl.

Ist beim Gebrauchtwagen Alter oder Laufleistung wichtiger?

Das ist eine der typischen Fragen beim Autokauf. Zwei Fahrzeuge kosten ähnlich viel und sehen vergleichbar aus, doch das eine ist neuer, hat aber viel gefahren, während das andere älter ist, aber nur wenige Kilometer gefahren wurde. Hier kommt es immer darauf an, welches Risiko du eher vermeiden willst.

Was Alter und Laufleistung jeweils bedeuten

Das Alter wirkt sich vor allem auf den zeitbedingten Verschleiß und die Alltagstauglichkeit aus. Mit den Jahren altern die Materialien, es tritt häufiger Rost auf, die Technik veraltet und je nach Schadstoffklasse kann es Einschränkungen in bestimmten Umweltzonen geben.

Die Laufleistung zeigt hingegen, wie viel ein Auto gefahren wurde und wie wahrscheinlicher teurere Reparaturen in absehbarer Zukunft werden. Typische Beispiele für Teile, die ab bestimmten Kilometerständen Probleme machen können, sind Kupplung, Fahrwerk oder Motorkomponenten.

Zum Vergleich: Ein fünf Jahre altes Auto mit 150.000 Kilometern wurde wahrscheinlich überwiegend auf langen Strecken gefahren, was zu einem gleichmäßigeren Verschleiß, weniger Kaltstarts und einer geringeren Belastung vieler Bauteile führt. Ein zehn Jahre altes Auto mit nur 50.000 km sieht auf dem Papier zwar besser aus, kann aber durch die langen Standzeiten Schäden aufweisen, zum Beispiel verhärtete Dichtungen, träge Bremsen oder Elektronikprobleme.

Was zu deinem Alltag passt

Letztendlich kommt es darauf an, wofür du das Auto brauchst:

  • Für die Stadt ist das Alter meist wichtiger, beispielsweise wegen möglicher Fahrverbote oder weil Stop-and-go den Verschleiß erhöht.
  • Für die Autobahn kann der Kilometerstand eine größere Rolle spielen, denn wer viel fährt, erreicht schnell höhere Laufleistungen.
  • Für den Wiederverkauf ist häufig ein niedriger Kilometerstand gefragt, wobei auch das Alter je nach Modell und Markt eine Rolle spielt.

Vergleiche daher am besten immer beide Werte miteinander und achte darauf dass sie zueinander passen und zu deinen Plänen mit dem Auto. In Deutschland werden 13.000 bis 15.000 Kilometer pro Jahr als durchschnittlich angesehen. Liegt ein Wagen weit höher oder niedriger, ist es ratsam, etwas genauer hinzuschauen.

Durchschnittliche Laufleistung von Autos in Deutschland

Um einschätzen zu können, ob ein Kilometerstand realistisch wirkt, ist es hilfreich, zu wissen, wie viele Kilometer ein Auto im Durchschnitt fährt. Laut aktuellen carVertical-Daten liegt die durchschnittliche Laufleistung von Pkw in Deutschland bei etwa 17.688 Kilometern pro Jahr. Das ist etwas weniger als der europäische Durchschnitt.

In puncto Haltedauer liegt der Durchschnitt hierzulande bei 4,81 Jahren. Zusammen ergibt sich eine typische Fahrleistung von rund 85.000 bis 90.000 Kilometern pro Halter. Viele Käufer empfinden genau diesen Bereich als normal.

Das bestätigen auch Rückmeldungen von Händlern: 100.000 Kilometer gelten üblicherweise als inoffizielle Obergrenze. Liegt ein Fahrzeug deutlich darüber, kommen Nachfragen auf oder das Interesse sinkt. Im Umkehrschluss wirkt ein sehr niedriger Kilometerstand bei älteren Autos eher verdächtig. Auch hier lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Welche Laufleistung entspricht welchem Fahrzeugalter?

Wenn du abschätzen möchtest, wie alt ein Auto bei einer bestimmten Kilometerzahl ungefähr ist, kannst du grob wie folgt rechnen: Nach fünf Jahren sind es etwa 85.000 Kilometer und nach zehn Jahren rund 170.000 Kilometer. Alles, was deutlich davon abweicht, solltest du näher prüfen. Wurde das Auto viel in der Stadt gefahren? Stand es lange Zeit? Gibt es Wartungsnachweise?

Diese Durchschnittswerte helfen dir, ein Gefühl für das Angebot zu entwickeln. Sie geben Aufschluss darüber, ob der Kilometerstand zur erwartbaren Nutzung passt oder eher Fragen aufwirft. Und genau das kann ein guter Ausgangspunkt für deine Entscheidung sein.

Realistische Laufleistungen bei Diesel- und Benzinmotoren

Eine feste Grenze dafür, wie viele Kilometer ein Auto fahren kann, gibt es nicht. Ausschlaggebend ist, wie das Fahrzeug gefahren, genutzt und gepflegt wurde. Als Orientierung gelten häufig diese Bereiche:

  • Benzinmotoren: etwa 150.000 bis 250.000 Kilometer
  • Dieselmotoren: oft 300.000 bis 400.000 Kilometer, teils auch mehr

Warum? Dieselaggregate sind robuster konstruiert. Sie sind für hohe Lasten und lange Strecken ausgelegt und somit die idealen Langstreckenmotoren. Wer viel Autobahn fährt, schont oft jene Bauteile, die im Stadtverkehr stark beansprucht werden.

Ein Kilometerstand von 300.000 ist für einen Diesel zwar hoch, muss aber nicht unbedingt ein Problem darstellen. Viele gepflegte Diesel schaffen diese Kilometerleistung ohne Probleme. Gleichzeitig steigt mit der Laufleistung allerdings auch das Risiko kostspieliger Reparaturen: Partikelfilter, Einspritzdüsen, Turbolader oder das AGR-Ventil können Verschleißerscheinungen zeigen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn das Auto überwiegend für Kurzstrecken genutzt wurde.

Auch bei Benzinern gibt es Schwachpunkte. Vor allem kleine, moderne Motoren reagieren empfindlich, wenn sie dauerhaft hoher Belastung ausgesetzt sind oder wenn Ölwechsel vernachlässigt wurden. Die Verwendung von minderwertigem Öl beschleunigt den Verschleiß zusätzlich.

Deshalb sollte der Kilometerstand nicht als alleiniges entscheidendes Kriterium betrachtet werden. Ein gut gewarteter Wagen mit 250.000 Kilometern kann verlässlicher sein als ein Wagen mit „gerademal“ 100.000 Kilometern, bei dem der Tacho fragwürdig erscheint oder Unterlagen fehlen.

Die Frage, wie viele Kilometer ein Auto hält, lässt sich also nicht allgemeingültig beantworten. Die genannten Bereiche dienen dir als Anhaltspunkt, doch das Gesamtbild ist wichtiger: Wartung, Zustand, Fahrweise und Dokumentation zählen mehr als jede Zahl auf dem Tacho.

Laufleistung für den Kauf von Elektro- und Hybridautos richtig bewerten

Auch bei Elektro- und Hybridautos ist die Laufleistung relevant, sie sagt jedoch nicht so viel aus wie bei Benzin- oder Dieselmodellen. Neben anderen wichtigen Komponenten ist vor allem die Batterie ausschlaggebend. Sie bestimmt die Reichweite und die Zuverlässigkeit – und ihre Kapazität, wie viele km das Auto fahren kann, nimmt mit der Zeit ab. Wie stark, hängt nicht nur von den gefahrenen Kilometern, sondern auch davon ab, wie das Auto im Alltag genutzt und geladen wurde. So kann ein E-Auto mit vielen Kilometern, das regelmäßig auf Langstrecken gefahren und schonend geladen wurde, in einem besseren Zustand sein als ein kaum genutztes Stadtfahrzeug, das ständig vollgeladen in der Garage stand. Die Belastung für die Batterie ist oft schwerer zu erkennen, als es der Kilometerstand vermuten lässt.

Auch das Alter spielt eine Rolle. Selbst bei geringer Laufleistung verliert eine Batterie mit der Zeit an Leistung. Hinzu kommen äußere Einflüsse wie schnelles Laden, große Hitze oder Kälte, sowie langes Stehenlassen mit vollem Akku. Solche Einflüsse können einen spürbaren Kapazitätsverlust verursachen, der oft stärker ausfällt als durch einige Zehntausend Kilometer mehr.

Entscheidend ist, ob die reale Reichweite für deine Strecken ausreicht. Reicht sie für die Strecke zur Arbeit, für längere Fahrten oder für den Wintereinsatz? Die offizielle Werksangabe hilft nur bedingt, denn entscheidend ist, was im echten Leben ankommt.

Besonderheiten bei Hybridfahrzeugen

Bei Hybridfahrzeugen wird es noch etwas komplexer, denn der Verbrennungsmotor und das elektrische Antriebssystem altern parallel. Prüfe am besten beide getrennt voneinander, da sie jeweils ihre eigenen Schwachstellen und Verschleißmuster haben. Ein Hybrid lässt sich also nicht nach denselben Maßstäben bewerten wie ein reines E-Auto oder ein klassischer Verbrenner.

Die Laufleistung gibt also lediglich einen groben Rahmen vor. Beim Kauf eines gebrauchten Elektro- oder Hybridfahrzeugs empfiehlt es sich jedoch, genauer hinzuschauen. Der Zustand der Batterie, die Nutzung im Alltag und die Gesamtgeschichte des Autos sagen oft mehr aus als der Kilometerstand.

Wie erkennt man einen manipulierten Kilometerstand?

Ein niedriger Kilometerstand macht ein Auto attraktiver und wirkt sich entsprechend auf den Verkaufspreis aus – genau das macht Tachomanipulation so lukrativ. Sie zählt nach wie vor zu den häufigsten Betrugsmaschen auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Zwar wird die Laufleistung in modernen Fahrzeugen in mehreren Steuergeräten gespeichert, doch eine Manipulation ist trotzdem möglich – besonders bei Importautos oder wenn die Wartungsunterlagen fehlen. Mit der richtigen Software lässt sich der Tacho innerhalb weniger Minuten „zurückdrehen“. Von außen ist das kaum erkennbar.

Gerade deshalb reicht ein Blick aufs Display nicht aus. Wer mehrere Hinweise kombiniert, kann verdächtige Fälle oft frühzeitig erkennen.

Warnzeichen für Tachomanipulation

  • Kilometerhistorie wirkt widersprüchlich: Zeigt der Verlauf der Kilometerstände Lücken oder Sprünge, ist das ein wichtiger Hinweis. Sinkende Kilometerzahlen, jahrelange Stagnation oder unrealistische Anstiege sind klare Warnsignale.
  • Verschleiß passt nicht zur Angabe: Ein angeblich wenig genutztes Auto mit abgegriffenem Lenkrad, abgenutzten Pedalen oder stark beanspruchten Sitzen? Das ergibt kein stimmiges Bild. Auch stark verblichene Tasten oder ein glänzender Schaltknauf deuten auf eine höhere Nutzung hin.
  • Serviceunterlagen sind unvollständig oder auffällig perfekt: Fehlende Jahre im Wartungsheft, kaum Nachweise für TÜV- oder Werkstattbesuche oder eine auffällig lückenlose Dokumentation ohne echte Tiefe? Beides kann verdächtig sein.
  • Alter und Laufleistung passen nicht zusammen: Ein zehn Jahre alter Wagen mit nur 40.000 km? Möglich, aber eher die Ausnahme. Grob gilt: 13.000 bis 15.000 Kilometer pro Jahr sind normal. Liegt ein Wagen weit darunter, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Nutzung.
  • Auffälligkeiten im Bordnetz oder Display: Manipulationen können digitale Spuren hinterlassen, zum Beispiel in Form von Warnleuchten, nicht nachvollziehbaren Fehlermeldungen oder Unterschieden zwischen den angezeigten Werten verschiedener Steuergeräte. Auch ein ausgetauschtes Kombiinstrument kann ein Hinweis sein.
  • Verhalten des Verkäufers: Wer ausweichend antwortet, Druck aufbaut oder ungewöhnlich günstig verkauft, könnte etwas verbergen. Besonders dann, wenn Preis und Zustand nicht zusammenpassen.

Was du tun kannst

Etwas Skepsis beim Autokauf ist durchaus sinnvoll, besonders bei widersprüchlichen Angaben. Diese Schritte helfen dir, auf der sicheren Seite zu bleiben:

  • Nachweise einfordern: Lass dir nicht nur ein gestempeltes Serviceheft zeigen, sondern auch Rechnungen, Prüfberichte und andere Dokumente.
  • Fahrzeug prüfen (lassen): Eine gründliche Sichtkontrolle oder eine unabhängige Prüfung deckt oft Widersprüche zwischen Verschleiß und Kilometerstand auf.
  • Historie digital prüfen: Ein carVertical-Bericht zeigt auffällige Abweichungen und vergleicht Daten aus vielen Quellen – darunter frühere Zulassungen, Werkstattbesuche und Prüfberichte.

Eine Tachomanipulation lässt sich selten anhand eines einzigen Anzeichens erkennen. Wenn jedoch Kilometerstand, Zustand und Historie nicht zueinander passen, solltest du misstrauisch werden. Prüfe in solchen Fällen lieber einmal mehr – oder lass im Zweifel die Finger davon.

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Häufig gestellte Fragen

Karolis Bareckas

Artikel von

Karolis Bareckas

Karolis ist ein Automobiljournalist, der sich auf die industrielle Sicht der Dinge konzentriert. Sein Ziel ist es, die Leser aufzuklären und die Transparenz auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu fördern. Mit seiner Leidenschaft für Storytelling und seiner umfangreichen Erfahrung als Autor in verschiedenen Bereichen teilt Karolis gerne sein Wissen und informiert über Automobil- und Technikthemen. Außerdem ist er ein großer Fan von Muscle Cars und langen Roadtrips.