carVertical

Rückrufaktion beim Auto: Was sie bedeutet und was du jetzt tun solltest

Evaldas Zabitis

Evaldas Zabitis

Eine Rückrufaktion beim Auto ist mehr als eine Formalität – es geht um deine Sicherheit, die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Selbst modern gefertigte Fahrzeuge können Produktionsfehler oder Softwareprobleme aufweisen, die erst im Betrieb gefährlich werden. Stellt ein Hersteller einen solchen Mangel fest, muss er eine Rückrufaktion einleiten und den Mangel auf eigene Kosten beheben.

Was ein Rückruf genau bedeutet, wer ihn anordnet, wann er verpflichtend ist und wie du prüfst, ob dein Fahrzeug betroffen ist, erfährst du hier.

Prüfe, ob dein Fahrzeug von einem Sicherheitsrückruf betroffen ist!

Gib die FIN ein, um mehr über ein beliebiges Fahrzeug zu erfahren!

Was ist eine Rückrufaktion beim Auto?

Eine Rückrufaktion beim Auto ist eine Sicherheitsmaßnahme, die ein Hersteller oder das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einleitet, wenn an einem Fahrzeugmodell ein Mangel festgestellt wird, der behoben werden muss. Das kann ein Sicherheitsrisiko sein, etwa fehlerhafte Airbags, defekte Bremsen oder ein Softwarefehler im Steuergerät. Möglich ist auch ein Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften, beispielsweise bei den Abgaswerten.

Betroffene Fahrzeughalter werden schriftlich informiert und müssen ihr Auto in eine autorisierte Werkstatt bringen. Die Reparatur ist bei offiziellen Rückrufen kostenlos.

Praxisbeispiel: BMW-Rückruf für über 337.000 Autos

Anfang 2026 rief BMW weltweit zahlreiche Fahrzeuge der Modelle 5er, 7er und M5 sowie die Elektromodelle i5 und i7 zurück. Das KBA bestätigte den Rückruf unter Referenznummer 16187R.

Ursache war ein fehlerhaft verlegter Kabelbaum im Cockpit, der beim Wechsel des Mikrofilters beschädigt werden und einen Kurzschluss oder Brand auslösen konnte. Personenschäden wurden keine gemeldet. BMW kontaktierte betroffene Halter direkt, um Inspektionstermine zu vereinbaren.

Gründe für Fahrzeugrückrufe

Nicht jeder Rückruf hat denselben Auslöser. Die Bandbreite reicht von ernsthaften Sicherheitsmängeln bis hin zu Software-Updates, die im Hintergrund installiert werden.

Die häufigsten Ursachen lassen sich in vier Kategorien einteilen:

  • Sicherheitsrelevante Mängel: Fehlerhafte Airbags, Probleme mit der Bremsanlage oder Defekte an der Lenkung. Der bekannteste Fall ist der Takata-Airbag-Rückruf, der über Jahrzehnte hinweg Millionen Fahrzeuge verschiedener Hersteller betraf. Ein fehlerhaftes Treibmittel konnte beim Auslösen Metallsplitter schleudern.
  • Softwareprobleme: Ein fehlerhaftes Motorsteuergerät, ein Assistenzsystem, das falsch reagiert, oder eine Sicherheitslücke im Bordnetz können einen Rückruf auslösen – selbst wenn das Auto äußerlich völlig unauffällig ist.
  • Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften: Das bekannteste Beispiel ist der VW-Dieselskandal. Volkswagen manipulierte die Motorsoftware so, dass die Fahrzeuge auf dem Prüfstand weniger Schadstoffe ausstießen als im Normalbetrieb. Der Konzern musste allein in Deutschland rund drei Millionen Fahrzeuge zurückrufen.
  • Kleinere technische Mängel: Ein Pixelfehler bei der Rückfahrkamera oder ein fehlerhafter Sensor lösen keinen Notfall aus, können aber trotzdem eine Rückrufaktion nach sich ziehen.

Kategorie

Beispiel

Risikograd

Airbags

Takata-Airbag-Versagen

Hoch

Bremsen

Druckverlust in der Bremsanlage

Hoch

Verkabelung

Brandgefahr durch fehlerhaften Kabelbaum

Hoch

Software

Update der Motorsteuerung

Mittel

Abgase

Verstoß gegen Emissionsvorschriften

Mittel

Wer ordnet einen KBA-Rückruf an?

In Deutschland ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die zuständige Behörde. Es leitet eine Untersuchung ein, sobald ein Hersteller einen Mangel meldet oder das KBA in seinen Prüflaboren selbst auf ein Problem stößt. Stellt es ein ernstes Risiko fest, ordnet es den Rückruf an.

Auch du kannst Mängel über den digitalen Mangelmelder des KBA melden. Schwerwiegende Fälle werden zusätzlich über das europäische Schnellwarnsystem Safety Gate an die Behörden der EU-Mitgliedstaaten weitergegeben.

Der Hersteller ermittelt die betroffenen Halter anschließend über das Zentrale Fahrzeugregister (ZFZR) und informiert sie schriftlich. Die Reparatur ist kostenlos. Wer der Aufforderung wiederholt nicht nachkommt, riskiert die Stilllegung seines Fahrzeugs.

2024 gab es in Deutschland laut ADAC rund 532 Rückrufaktionen, von denen über 4 Millionen Autos betroffen waren. Das zeigt, wie aktiv das KBA die Rückrufüberwachung betreibt.

Hinweis

Nicht jeder Rückruf ist sicherheitsrelevant. Hersteller rufen Fahrzeuge manchmal auch bei kleineren Mängeln zurück, etwa einem Softwarefehler, der beim nächsten Werkstattbesuch still behoben wird. Ein Rückruf wird erst verpflichtend, wenn ein ernstes Risiko vorliegt oder geltende Rechtsvorschriften verletzt werden.

Wann ist ein Rückruf verpflichtend?

Ein Rückruf ist gesetzlich vorgeschrieben, sobald von einem Fahrzeug ein ernstes Risiko ausgeht. Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) und das Marktüberwachungsgesetz (MüG) definieren diesen Begriff konkret: Ein Risiko gilt als ernst, wenn eine Gefährdung bei normalem Gebrauch plötzlich und unvorhersehbar eintreten kann und sich nicht abwenden lässt.

Typische Fälle sind Defekte an sicherheitskritischen Bauteilen. Ein Airbag, der nicht oder zu früh auslöst, eine Lenkung mit fehlerhaften Spurstangen oder Bremsen, die unter Belastung versagen. In solchen Situationen kann der Hersteller nicht abwarten. Das KBA kann den Sofortvollzug anordnen und somit eine sofortige Reparaturpflicht verfügen, ohne den normalen Behördenweg abzuwarten.

Ein Rückruf ist auch dann verpflichtend, wenn ein Fahrzeug keine unmittelbare Gefahr darstellt, aber gegen gesetzliche Vorschriften verstößt, etwa bei der Typgenehmigung oder den Emissionsgrenzwerten. Der VW-Dieselskandal ist das bekannteste Beispiel dafür.

Freiwillige Servicemaßnahmen der Hersteller fallen nicht darunter. Sie sind kein Rückruf im rechtlichen Sinne, auch wenn sie ähnlich ablaufen.

Rückrufaktion beim Auto: Wie lange hast du Zeit?

Fahrzeugrückrufe laufen grundsätzlich nicht ab. Eine Rückrufaktion beim Auto bleibt aktiv, bis der Mangel behoben oder die Kampagne beendet wird – egal wie viel Zeit das in Anspruch nimmt. Das gilt auch beim Besitzerwechsel. Wenn du einen Gebrauchtwagen mit offenem Rückruf kaufst, übernimmst du die Reparaturpflicht.

Bei sicherheitsrelevanten Rückrufen solltest du nicht warten. Wenn du einen bekannten Mangel ignorierst und es kommt zu einem Unfall, riskierst du eine Mitschuld. Das KBA kann bei wiederholter Nichtkooperation die Zulassungsbehörde einschalten, die eine Betriebsuntersagung aussprechen kann.

Beim Gebrauchtwagenkauf ist es daher ratsam, die Rückrufhistorie vorab zu prüfen. Ob offene oder bereits behobene Rückrufe vorliegen, zeigt die KBA-Rückrufdatenbank anhand der Fahrgestellnummer. Alle weiteren Schritte rund um den Kauf findest du in unserem Ratgeber „So kaufst du einen Gebrauchtwagen“.

Ein carVertical-Bericht kann je nach verfügbaren Daten ebenfalls Hinweise auf Rückrufe enthalten. Ob Rückrufe angezeigt werden, hängt davon ab, welche Datenquellen verfügbar sind und wie die individuelle Fahrzeughistorie aussieht.

Können Händler einen Rückruf ablehnen?

Ein Rückruf ist keine Kulanzleistung. Stellt das KBA oder ein Hersteller einen sicherheitsrelevanten Mangel fest, sind Vertragshändler gesetzlich verpflichtet, die Reparatur durchzuführen. Die Kosten für Ersatzteile und Arbeitszeit trägt der Hersteller. Einen Anspruch auf einen Leihwagen oder eine Entschädigung für deinen Zeitaufwand hast du nicht.

Freie Werkstätten sind dagegen nicht verpflichtet, Rückrufe abzuwickeln. Sie stehen nicht in der Vertragsbindung des Herstellers und können die Durchführung ablehnen.

Ein Rückruf ist keine Kulanzreparatur, sondern eine Sicherheitspflicht. Wenn dein Fahrzeug von einem aktiven Rückruf betroffen ist, muss ein autorisierter Händler die Reparatur kostenlos durchführen. Wer auf Widerstand stößt, sollte sich direkt an den Hersteller wenden oder eine Verbraucherschutzbehörde einschalten.

Matas Buzelis

Rechte der Fahrzeughalter

Als Fahrzeughalter hast du das Recht, bei einem Sicherheitsrückruf offiziell benachrichtigt zu werden. Bei einem Halterwechsel sollte der neue Besitzer informiert werden, sofern dem Hersteller die Halterdaten vorliegen.

Gebrauchtwagenkäufer haben zudem das Recht zu erfahren, ob das Fahrzeug von einem Rückruf betroffen ist. Das lässt sich über die Fahrgestellnummer (FIN) in der KBA-Datenbank oder einem Fahrzeugbericht prüfen.

Bei einem sicherheitsrelevanten Rückruf trägt der Hersteller alle Kosten, einschließlich der Transportkosten. Solltest du den Mangel bereits auf eigene Kosten beheben lassen haben, hast du Anspruch auf Erstattung, sofern die Reparatur direkt mit dem Rückrufproblem zusammenhängt.

Ein Rückruf hat keinen Einfluss auf deine bestehende Garantie und ersetzt sie nicht.

Vorgehen bei Ablehnung

Weigern sich der Hersteller oder die Vertragswerkstatt, den Rückruf kostenlos durchzuführen, dokumentiere den Sachverhalt zunächst sorgfältig. Halte die schriftliche Rückrufbenachrichtigung und die Begründung der Weigerung fest.

Wende dich dann direkt an den Hersteller. In vielen Fällen kann er die Werkstatt anweisen, die Reparatur korrekt abzuwickeln. Passiert das nicht, kannst du beim KBA Beschwerde einreichen. Das KBA überwacht die Umsetzung sicherheitsrelevanter Rückrufe und kann den Hersteller zur Durchführung verpflichten.

Bleibt auch das ohne Ergebnis, wende dich an eine Verbraucherschutzorganisation oder den ADAC, bevor du rechtliche Schritte einleitest.

Kann man eine Rückrufaktion ignorieren? Rechtliche und sicherheitsrelevante Folgen

Technisch gesehen kannst du einen Rückruf ignorieren. Gute Gründe dafür gibt es allerdings keine. Bei sicherheitsrelevanten Rückrufen geht es um Mängel, die im Betrieb gefährlich werden können. Ein Airbag, der beim Aufprall nicht auslöst. Bremsen, die unter hoher Last versagen. Solche Defekte betreffen nicht nur dich, sondern auch Mitfahrer und andere Verkehrsteilnehmer.

Kommt es zu einem Unfall und der Mangel war bekannt, kann das deine Haftung beeinflussen. Wer nachweislich über einen offenen Rückruf informiert war und nichts unternommen hat, riskiert, im Schadensfall zumindest teilweise verantwortlich gemacht zu werden. Auch die Kfz-Versicherung kann im Einzelfall die Schadensregulierung erschweren, wenn ein offener Rückruf ursächlich für den Unfall war.

Das KBA überwacht, ob Rückrufe umgesetzt werden. Wer nach mehrfacher Aufforderung nicht reagiert, bekommt Post von der Zulassungsbehörde. Im schlimmsten Fall folgt eine Betriebsuntersagung.

Bei nicht sicherheitsrelevanten Rückrufen ist der Druck geringer. Den Termin wahrzunehmen lohnt sich trotzdem. Die Reparatur ist kostenlos und ein vollständig abgearbeitetes Rückrufprotokoll wirkt sich positiv auf den Wiederverkaufswert aus.

Kann man ein Auto mit offenem Rückruf zulassen?

Ja, grundsätzlich schon. Ein offener Rückruf verhindert nicht automatisch die Zulassung in Deutschland. Du kannst ein Auto mit einem noch nicht abgearbeiteten Rückruf anmelden und im Straßenverkehr fahren.

Für Gebrauchtwagenkäufer ist das besonders wichtig. Kaufst du ein Fahrzeug mit offenem Rückruf, übernimmst du als neuer Halter die Reparaturpflicht. Ob ein Rückruf vorliegt, lässt sich vor dem Kauf per Fahrgestellnummer in der KBA-Datenbank prüfen.

Ein offener Rückruf ist zwar kein zwingender Grund, vom Kauf abzusehen. Bei einem sicherheitsrelevanten Mangel solltest du jedoch zeitnah nach dem Kauf einen Werkstatttermin wahrnehmen.

Rückrufe mit direkter Auswirkung auf die Fahrsicherheit

Nicht jeder Rückruf ist gleich dringend. Viele Rückrufaktionen betreffen kleinere Mängel, die der Hersteller im Rahmen der nächsten Inspektion still behebt.

Sicherheitsrelevante Rückrufe sind eine andere Kategorie. Sie betreffen Mängel, die im normalen Betrieb gefährlich werden können, und verlangen eine zügige Reaktion.

Sicherheitsrelevante Rückrufe

Ein Rückruf gilt als sicherheitsrelevant, wenn von einem Mangel ein ernstes Risiko ausgeht. Typische Beispiele sind Defekte an Airbags, Bremsen, Spurstangen oder elektronischen Assistenzsystemen, die im Fahrbetrieb unmittelbar gefährlich werden können.

Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) legt fest, wann ein Risiko als ernst gilt: Eine Gefährdung trifft dieses Kriterium, wenn sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch plötzlich und unvorhersehbar eintreten kann und sich nicht abwenden lässt.

Sicherheitsrelevante Rückrufe betreffen vor allem Bauteile, die direkt die Fahrsicherheit beeinflussen. Ihre Einstufung richtet sich dabei auch nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial. So rief Daimler 2021 rund 1.400 Fahrzeuge der S-Klasse zurück, da falsch verbaute Spurstangen das Unfallrisiko erhöhten.

Der Volkswagen-Abgasskandal 2016 zeigt, dass sicherheitsrelevante Rückrufe auch regulatorische Ursachen haben können. VW manipulierte die Motorsoftware so, dass die Fahrzeuge auf dem Prüfstand die Emissionsgrenzwerte einhielten, im Normalbetrieb aber nicht. Weltweit mussten rund elf Millionen Fahrzeuge zurückgerufen werden.

Als Halter bist du nicht nur persönlich daran interessiert, sondern auch gesetzlich zur Mitwirkung verpflichtet.

Auswirkungen auf die Fahrsicherheit

Ein ungepflegter Rückruf kann konkrete Folgen für die Fahrsicherheit haben. Defekte Bremsen sprechen unter Last nicht mehr zuverlässig an, ein fehlerhaft verbauter Airbag löst im Aufprall nicht oder zu früh aus, und eine fehlerhafte Lenkung kann bei höheren Geschwindigkeiten unkontrollierbar werden.

Wie das BMW-Beispiel von 2026 zeigt, kann selbst ein Routineeingriff wie der Filterwechsel bei einem fehlerhaft verlegten Kabelbaum einen Brand auslösen.

Ob ein Rückruf an deinem Fahrzeug offen ist und ob er bereits behoben wurde, betrifft nicht nur deine eigene Sicherheit. Mitfahrer und andere Verkehrsteilnehmer sind genauso betroffen.

Wie erkennst du, ob dein Auto von einer Rückrufaktion betroffen ist?

Ob dein Fahrzeug von einem Rückruf betroffen ist, lässt sich auf mehreren Wegen prüfen. Am schnellsten kommst du mit der Fahrgestellnummer weiter, der 17-stelligen Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN). Du findest sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder hinter der Windschutzscheibe auf der Fahrerseite.

1. Prüfe die offizielle Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA)

Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht alle offiziell angeordneten Rückrufe für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge in seiner Rückrufdatenbank. Die verlässlichste öffentliche Quelle dafür.

Du kannst nach Hersteller und Modell suchen. Bei manchen Rückrufen ist auch eine direkte Abfrage per Fahrgestellnummer möglich, die anzeigt, ob genau dein Fahrzeug betroffen ist. Das Ergebnis zeigt dir außerdem, ob der Rückruf bereits abgeschlossen wurde oder noch aussteht.

2. Gib deine Fahrgestellnummer auf der Hersteller-Website ein

Die meisten großen Automobilhersteller bieten auf ihrer deutschen Website ein eigenes Abfragetool an. Du gibst deine FIN ein und siehst, ob offene Sicherheitskampagnen für dein Fahrzeug vorliegen. Die FIN steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder hinter der Windschutzscheibe auf der Fahrerseite.

3. Halte Ausschau nach dem offiziellen Benachrichtigungsschreiben

Ist dein Fahrzeug in Deutschland zugelassen und von einem Sicherheitsrückruf betroffen, wirst du in der Regel schriftlich informiert, sofern deine Halterdaten im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) aktuell sind.

Wer kürzlich umgezogen ist oder ein Gebrauchtfahrzeug gekauft hat, bekommt dieses Schreiben unter Umständen nicht. Dann lohnt sich die aktive Prüfung über die KBA-Datenbank oder die Hersteller-Website.

4. Nutze einen carVertical-Bericht für die vollständige Rückrufhistorie

Ob du ein Gebrauchtfahrzeug kaufst oder mehr über dein aktuelles Auto wissen möchtest – ein Bericht zur Fahrzeughistorie kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Der carVertical-Bericht enthält einen Sicherheitsabschnitt, in dem Rückrufe und ihr Status angezeigt werden können, sofern die entsprechenden Daten vorliegen.

Achte auch auf die anderen Abschnitte des Berichts. Sie liefern weitere Details zum Zustand des Fahrzeugs, etwa zum Kilometerstand, zur Schadenshistorie oder zu Diebstahlmeldungen. Ein manipulierter Kilometerstand bedeutet, dass das Fahrzeug weniger wert ist als angegeben.

Einen Bericht anzufordern, ist unkompliziert. Gib die FIN in unseren FIN-Decoder ein und erhalte mit wenigen Klicks Einblick in die Fahrzeughistorie. Wenn du dir zuerst einen Überblick verschaffen möchtest, kannst du auch einen Musterbericht aufrufen.

Ist dein Auto von einem Rückruf betroffen? Prüfe jetzt deine FIN!

Gib eine FIN ein und erfahre mehr über jedes Fahrzeug!

Was tun, nachdem du eine Rückrufbenachrichtigung erhalten hast?

Eine Rückrufbenachrichtigung im Briefkasten klingt beunruhigender als sie meist ist. In den meisten Fällen reicht ein Werkstatttermin. So gehst du vor:

  1. 1.Schreiben lesen und Rückrufnummer notieren: Im Benachrichtigungsschreiben findest du die Rückrufnummer und eine Beschreibung des Mangels. Bewahre es auf, denn du brauchst es beim Werkstatttermin.

  2. 2.Prüfen, ob dein Fahrzeug wirklich betroffen ist: Nicht jedes Fahrzeug einer betroffenen Baureihe weist den Mangel zwingend auf. Das lässt sich über die KBA-Datenbank oder die Hersteller-Website per FIN kontrollieren.

  3. 3.Termin bei einer autorisierten Werkstatt vereinbaren: Die Reparatur ist kostenlos. Freie Werkstätten sind dazu nicht verpflichtet.

  4. 4.Reparatur dokumentieren: Lass dir einen Nachweis ausstellen. Beim Wiederverkauf belegt er, dass der Rückruf abgearbeitet wurde.

  5. 5.Bei Ablehnung nicht aufgeben: Wenn sich die Werkstatt weigert, wende dich direkt an den Hersteller oder das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Häufig gestellte Fragen

Evaldas Zabitis

Artikel von

Evaldas Zabitis

Evaldas schreibt seit der weiterführenden Schule und hat eine Leidenschaft für Autos, schon seitdem er denken kann. Gleich nachdem er seinen Führerschein gemacht hatte, gab er all seine Ersparnisse für klapprige Autos aus, um sie zu reparieren, zu fahren und zu verkaufen. Evaldas ist immer an technischen Innovationen im Automobilbereich interessiert und nimmt aktiv an Diskussionen in der Automobilgemeinde teil.